Kleine Rituale – oder meine ganz alltäglichen Macken

Kleine Rituale. Oder auch Macken. Das sind doch diese kleinen Dinge, die man so völlig unbewusst tut. Immer wieder. Ohne, dass es einem auffällt. Ohne, dass man davon wirklich ablassen könnte. Aber doch braucht es sie gar nicht. Diese kleinen Macken. Oder eben Rituale.

Habt ihr auch welche? Ja, behaupte ich nun einfach mal. Überlegt es euch ganz gut. Ich selbst war mir sicher, dass ich viele davon habe. Als ich dann jedoch welche aufschreiben wollte, wurde es plötzlich schwierig. Aber nicht unmöglich. Ihr seid gespannt? Einfach weiterlesen.

Mal ganz ehrlich. Auf die Idee, über meine eigenen Macken nachzudenken wäre ich von alleine ganz sicher nie gekommen. Sind diese doch in aller Regel nicht gerade von positivster Bedeutung. Die Idee jedoch, dies nun trotzdem zu tun, fand ich super. Und deswegen liest ihr nun diesen Beitrag über meine kleinen Rituale des Alltags.

Schuld daran hat der Zwetschgenmann. Ja, ist nun mal so. Er hat auf seinem Blog zur Blogparade Kleine Rituale aufgerufen und da möchte ich doch gerne mit von der Partie sein. Ja, Ideen muss man haben. Wenn sie dann auch noch toll sind und einiges an Unterhaltung versprechen, mache ich doch gerne auch mit. Also, los geht es mit meinen kleinen Macken. Denn auf diese habe ich mich gerade so schön eingeschossen.

Damit die Schuhe halten

Los geht es mit einer Angewohnheit von mir, die so sinnlos wie überflüssig ist. Jedes Mal vor dem Sport muss ich x-mal prüfen, ob meine Schuhe auch wirklich gut sitzen. Sie könnten ja schliesslich abfallen beim Laufen oder Korbball spielen. Und da stünde ich dann mit einem völlig nackten Fuss inmitten des Spielfeldes oder auf sonst einem Feld in der Natur. Deshalb binde ich die Schuhe auch mal mehrmals. Bis sie zu fest sitzen und ich die Schnürung wieder lösen muss.

Gottseidank ist diese Macke mit der Zeit etwas weniger geworden. Oder anders gesagt, ich habe mehr Vertrauen in meine Schuhe gefunden, dass sie auch am Fuss bleiben. So böse bin ich ja auch wieder nicht. Eine mögliche Erklärung, auch bekannt als Ausrede, kenne ich heute natürlich ebenfalls. Als ich vor einigen Jahren mal wieder neue Laufschuhe benötigte, erkannte die Verkäuferin anhand der Schnürung meiner alten Laufschuhe sofort, dass ich schmale Füsse habe. Woran sie das sah? Ganz einfach, weil die Schuhe viel zu stark gebunden waren. Eine Folge meiner ewigen Schnürerei und wohl auch aufgrund des falschen Schuhs. Heute passt mein Schuh besser zu meinen Füssen und siehe da – die Macke ist (fast) weg. Wenn es doch immer so einfach wäre.

Damit die Brille sitzt

Seit ich denken kann, trage ich eine Brille. So ungefähr zumindest. Die Brille gehört zu mir seit dem Kindergarten, denken kann ich gottlob schon ein wenig länger. Auch wenn ich heute in einem ungefähren Mix von 50-50 auch Linsen trage, gehört die Brille zu mir, wie die Unterhose unten drunter. Nur, dass ich diese etwas häufiger wechsle. Die Unterwäsche, meine ich.

Früher war die Brille häufig lästig, besonders beim Sport. Heute ist sie ein tolles Schmuckstück und ich möchte gar nicht mehr darauf verzichten. Für den Sport gibt es ja heute die Linsen und dank diesen ist auch das Tragen einer Sonnenbrille kein Problem mehr. Alles bestens also.

Nur ein Gefühl werde ich einfach nie los. Nämlich, dass die Brille nicht richtig sitzt. Die Bügel hinter die Ohren und rauf auf die Nase. Fertig. Passt doch. Aber nein, jetzt ist sie ein wenig verrutscht. Und selbst, wenn sie sich nicht bewegt hat, habe ich dieses Gefühl. So richte ich die Brille teilweise unentwegt nach. Selbst wenn es nichts zu richten gibt. Was mehrheitlich der Fall ist. Ja, diese Macke werde ich wohl einfach nicht los. Das krasse an der Geschichte? Selbst, wenn ich Linsen trage, habe ich ständig das Gefühl, zur Brille greifen zu müssen. Einfach ist anders.

Damit der Wecker schweigt

Was wäre ein Wecker ohne die wunderbare Snooze-Taste. Naja, das wäre dann ein Wecker, bei dem man tatsächlich sofort aufstehen müsste. Aber wer will das schon. Ist es nicht einfach herrlich, morgens nach dem ersten Weckerläuten noch ein wenig im Bett rumzuliegen? Schon wach, aber immer noch müde. Ohne jeglichen Grund, noch länger liegen zu bleiben. Einfach nur, weil es so wunderschön ist.

Piep-Piep-Piep – Snooze! Piep-Piep – Snooze! Piep – Snooze! Es geht immer schneller und gibt einem ein wirklich gutes Gefühl. Bis man merkt, dass man nun viel zu spät dran ist und jetzt sofort unbedingt dringendst aufstehen MUSS. Fertig Snooze! Wecker Aus und los geht’s. Ab unter die Dusche und rein in die Klamotten. Raus in den Alltag nach dem Snooze-Schlaf ohne wirkliche Erholung.

So schön sich das für einen selbst anfühlt, so nervig kann diese Macke für die Mitmenschen sein. Besonders für jene, die noch schlafen könnten. Wenn nicht im Zehnminuten-Rhythmus der Wecker von nebenan ruft. Nicht nur deshalb habe ich mir diese im Grunde saublöde Angewohnheit beinahe gänzlich abgewöhnt. Nur noch selten muss mein Wecker morgens mehr als zweimal läuten. Glaubt mir, an der Müdigkeit ändert sich nichts. Es ist wirklich ganz einfach.

Damit die Macken unterhalten

Jetzt seid ihr dran. Alle, die Lust haben, sind herzlich eingeladen an der Blogparade Kleine Rituale vom Zwetschgenmann mitzumachen. Bis zum 11. November 2017 dürft ihr eure persönlichen Beiträge beisteuern. Dazu müsst ihr lediglich über mindestens ein kleines Ritual, seien es Macken, Eigenarten, Ticks oder was auch immer, zu berichten haben, was ja wohl kein Problem sein dürfte. Wer lieber liest als schreibt, darf sich natürlich auch einfach die weiteren Beiträge der Blogparade anschauen – und sich von den Macken der anderen unterhalten lassen. Viel Spass.

Blogparade Kleine Rituale Zwetschgenmann

2 Kommentare zu “Kleine Rituale – oder meine ganz alltäglichen Macken

  1. Danke für diesen tollen Beitrag. Über Brillen und die damit verbundenen Rituale könnte man wirklich viele Geschichten erzählen. Mein Ritual ist es, eher alle ausschwärmen zu lassen, um die Brille zu suchen. Immer versteckt sie sich vor mir…

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