Gedanken zu … Pyros – gefährlich, verboten, geduldet

Pyros. Sie sind nicht zu übersehen und schaffen es immer wieder in die Schlagzeilen. In der Schweiz und in ganz Europa. So wie in den letzten Tagen mal wieder. Einmal mehr konnte sich ein Spieler bei der Pokalfeier nicht zurückhalten und zündete eine Pyrofackel ab.

Dies, obwohl wir und auch der Spieler wissen, dass diese gefährlich und verboten sind – aber eben trotzdem immer wieder geduldet werden.

Gefährlich

Immer wieder gibt es Verletzte beim Abbrennen von Feuerwerk ganz allgemein. Raketen, Böller oder die im Fussball so beliebten Pyrofackeln. Mitten in der Menschenmenge hält irgendein Hardcorefan die Fackel in der Hand und hält sie heiss glühend und Feuer speiend in die Luft. Easy, mit einem Bier lässt sich alles wieder kühlen. Doch die Fackeln lassen sich kaum oder gar nicht löschen, wenn sie mal brennen und erreichen Temperaturen von weit über 1’000 Grad. Grund genug, dass ein jeder die Finger davon halten sollte. Und ebenfalls mehr als Grund genug, dass diese Dinger in den Fussballstadien der Schweiz verboten sind.

Verboten

Aber bei weitem nicht Grund genug, dass sie regelmässig Gast sind in eben diesen Stadien. Egal, ob aus Protest oder im Freudentaumel, immer wieder werden bei Fussballspielen die rot-gelb brennenden Fackeln gezündet. Schliesslich gehören diese zur Fankultur des Fussballs. Schade, dass man sich unter anderem deshalb weit von den selbsternannten grössten und einzig richtigen Fans fernhalten muss. Aus Sicherheitsgründen. Denn eben, die Pyros sind saumässig gefährlich und deshalb ja auch verboten.

Geduldet

Dies scheint jedoch niemanden so richtig zu interessieren. Die Fans nicht, sie zünden die Dinger ja. Klar, nicht alle um nicht zu sagen, nur ein kleiner Teil. Der grosse Rest unternimmt aber dennoch nur sehr wenig dagegen. So wie auch die Clubs und erst recht die Spieler. Die Fussballprofis unserer Super League. Die Vorbilder unserer Jugend und dem Nachwuchs der Schweizer Nationalmannschaft. Wie sollen sich die Fans an das Verbot halten, wenn an beinahe jeder Pokal- und Meisterfeier die Spieler selbst Pyros zünden? Erst am letzten Sonntag zündete der Stürmer Albian Ajeti bei den Feierlichkeiten des zuvor erspielten Cup-Sieges des FC Basel mitten in Basel eine Fackel. Christian Fassnacht tat dasselbe bei der Meister-Party der Berner Young Boys im April und beim Cup-Sieg des FC Zürich im letzten Jahr waren es Adrian Winter und Mirlind Kryeziu. Aber weshalb nur? Dies auf die Emotionen zu schieben finde ich etwas gar billig.

Nun ja, gefährlich bleiben sie. Verboten wohl auch. Und geduldet werden sie auch in Zukunft und somit bleiben die Pyrofackeln dem Fussball bestimmt noch Lange erhalten. Es muss wohl erst etwas wirklich schlimmes passieren – obwohl auch dies kaum reichen wird.

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