In Bewegung: Squash – schnelles Spiel in der Halle

Diese Woche kamen bei mir erstmals wieder Frühlingsgefühle auf. Der Schnee schmolz dahin, die Temperaturen stiegen und die Sonne verzauberte mich und meine Gefühle. Zeit, die Laufschuhe zu schnüren und loszulaufen. Was ich auch mache. Natürlich.

Aber trotzdem ist noch immer erst Februar. Also noch tiefer Winter. Mein ganz persönlicher Frühlingsanfang ist jeweils, wenn ich von den Skiferien heimkomme. Deshalb fahren wir auch erst anfang März in die Ferien.

Also. Sollte es wieder kalt, weiss, pflotschig und nass werden, so gibt es eine perfekte Alternative zum Outdoor-Sport. Noch besser: als Ergänzung! Schnappt euch eure Partnerin oder euren Partner – was ihr zurzeit so zur Verfügung habt – und fährt in die Squash-Halle. Das schnelle Spiel verspricht viel Spass.

Wie ich hier unlängst bereits geschrieben habe, nehme ich den Ball eines Spieles am liebsten in die Hände. Fussball liegt mir weniger. Beim Squash darf ich den Ball – das kleine Ding – zwar auch nicht in die Hände nehmen, aber wenigstens bewege ich diesen damit fort. Mit der Hand, in welcher ich den Schläger halte.

Squash wird in einem geschlossenen Court gespielt, welcher 9,75 x 6,4 Meter misst. Die Wände – Vorderwand/Stirnwand, Seitenwände und Rückwand – sind oben mit roten Linien begrenzt. Der Ball muss nach jedem Schlag die Vorderwand berühren und darf danach maximal einmal auf den Boden auftreffen. Auf seinem Weg darf der Ball jedoch beliebig oft die Seiten- und Rückwand berühren, solange dieser unterhalb der roten Linie bleibt.

Squash Court Fällanden

Squash Court im TennisSquash in Fällanden. (Quelle: GotCourts)

Gezählt wird jeder Punkt, egal wer aufgeschlagen hat. Wer zuerst elf Punkte erreicht, gewinnt den Satz. Ein ganzes Spiel geht über drei Gewinnsätze. Es gibt aber auch Turniere, bei welchen auf zwei Gewinnsätze gespielt wird.

Das sind dann auch schon die allerwichtigsten Regeln zur Spielart. Das Spiel läuft sehr schnell ab – selbst wenn man noch zu den Anfängern gehört. Schaue ich jeweils fortgeschrittenen Spielern zu, falle ich immer wieder in grosses Staunen. Es ist unglaublich, welche Power und Präzision man beim Schlagen aus dem Handgelenk raus erzielt.

Ich kam durch meine Frau zum Squash und noch heute kann ich ihr das Wasser nicht reichen – aber ich komme näher. Rede ich mir zumindest ein. Aber die Cleverness beim Schlagen der Bälle erreiche ich noch nicht. Dafür kann ich rennen, was auch schon sehr viel bringt. Und das Ziel des Spieles erreichen wir beide jedesmal gemeinsam: wir haben total viel Spass und sind nach einer Stunde völlig am Ende.

Wir hören nach drei gewonnenen Sätzen ja auch nicht auf. Wir spielen einfach einen Satz nach dem anderen und hören erst auf, wenn das Licht im Court erlöscht. Sprich, unsere Zeit abgelaufen ist. Unsere Zeit und unsere sportliche Energie.

In Bewegung

Unsere Ausrüstung für Spiel und Spass auf dem Squashcourt.

Im professionellen Squash wird auf der PSA World Tour gespielt. Auf diesen Turnieren können Weltranglistenpunkte gewonnen werden. Die Höhe ist abhängig von der Turnier-Kategorie (wie beim Tennis). Die wichtigste Kategorie ist die PSA World Series, welche jeweils mit den PSA World Series Finals beendet wird.

Weltweite Spitze scheinen die Ägypter zu sein. So stellen sie bei den Herren nicht weniger als sechs der Top Ten Spieler in der aktuellen PSA Weltrangliste. Als bester Deutscher steht Simon Rösner auf Rang 10, bester Schweizer ist Nicolas Müller auf Rang 31. Bei den Damen stammen „nur“ noch vier der Top Ten aus Ägypten. Die Damen aus Deutschland und der Schweiz sind hier eher weiter hinten so um die Ränge 100 herum.

Natürlich gibt es auch nationale Meisterschaften. In der Schweiz wird der Ligabetrieb von Swiss Squash organisiert, in Deutschland vom Deutschen Squash Verband (DSQV). An den Olympischen Spielen wiederum wird kein Squash gespielt. Der Weltverband – die World Squash Federation (WSF) – ist um eine Aufnahme ins Olympische Programm bemüht und versucht es weiter.

Schauen wir mal, vielleicht spielt die Weltspitze des Squash 2020 in Tokio um den ersten Squash-Olympiasieger. Ich werde dieses Niveau wohl nicht mehr erreichen. Aber ich werde weiterhin immer mal wieder auf dem Squash-Court stehen. Gemeinsam mit meiner Frau werde ich mich austoben. Wir werden Spass haben und im Endeffekt sogar Freude darüber haben, wenn wir k.o. sind.

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