In Bewegung: Jetzt anmelden für den 40. Zürcher Silvesterlauf

In genau drei Wochen steigt der grösste Breitensportanlass im Kanton Zürich – mitten in der Zürcher Innenstadt. Über 20’000 Läuferinnen und Läufer von klein bis gross werden am Sonntag, 11. Dezember ihre Runden drehen zwischen Münsterplatz und Hauptbahnhof sowie Limmatquai und Bahnhofstrasse. Dank der legendären Fun-Kategorie und einem neuen Format für die Eliterennen ist auch für die Zuschauer beste Unterhaltung garantiert.

Der Zürcher Silvesterlauf ist hinter dem Grand Prix von Bern und der Genfer Course de l’Escalade die drittgrösste Laufveranstaltung der Schweiz. Im Rekordjahr 2014 verzeichnete der Lauf 21’881 Anmeldungen sowie 19’282 Finisher. In drei Wochen findet der Zürcher Silvesterlauf bereits zum 40. Mal statt. 1977 wurde der Lauf ins Leben gerufen, welcher zu Beginn noch in den letzten Tagen des Jahres ausgetragen wurde. Daher auch der Name.

Tolle Kategorien versprechen beste Unterhaltung

Aus Gründen der Popularität und Terminplanung findet der Lauf heutzutage bereits mitte Dezember statt. In 32 Kategorien wird die Läuferschar am 11. Dezember 2016 wieder auf die Gassen der Zürcher Innenstadt geschickt. Angefangen bei den Kleinsten mitsamt Familie, Schulklassen und Jugendlichen über die diversen Startgruppen für Erwachsene bis hin zum Plauschrennen, welches vor allem für das Publikum immer wieder lustig ist.

Auch die ganz schnellen Frauen und Männer stehen am Start – die Elite. Zum Jubiläumslauf warten die Veranstalter mit einem neuen, spannenden Format auf für jene Läuferinnen und Läufer. Nach und nach scheiden die „langsamsten“ des Feldes aus, bis zum Schluss die fünf Schnellsten um den Tagessieg spurten. Lassen wir uns überraschen.

In Bewegung Silvesterlauf Zürich

40. Zürcher Silvesterlauf am Sonntag, 11. Dezember 2016 (Quelle: Zürcher Silvesterlauf)

Das erste Eliterennen der Männer hat 1977 übrigens Markus Ryffel gewonnen – der Gründer von Ryffel Running (heute Ryffel Running by SportXX) und dem Internationalen Greifenseelauf. Im letzten Jahr war mit Tadesse Abraham wiederum ein Schweizer am schnellsten. Das gleiche Bild zeigt sich aus nationensicht bei den Frauen. 1977 gewann Elisabeth Liebi und 2015 Martina Strähl – beide aus der Schweiz.

Eine spezielle Zusatzkategorie gibt es für alle mit Jahrgang 1977 – dem Geburtsjahr des Zürcher Silvesterlaufs. Alle Angemeldeten mit diesem Jahrgang werden zur Jubiläumsrunde eingeladen und erhalten ein Extra-Shirt. Ganz gemäss dem Zürcher Wappen ein blaues für die Damen und ein weisses für die Herren. Da hatte ich doch prompt zwei Jahre zuviel Geduld mit meiner Geburt.

Stimmungsvolle Stadtläufe

Die Stimmung am Zürcher Silvesterlauf ist aus mehreren Gründen ausserordentlich. Einerseits ist die Stimmung an Stadtläufen grundsätzlch gut. Wenn einen die Zuschauer in den Gassen einer Stadt anfeuern, so kommt man sich vor wie in einem vollbesetzten Stadion. So geht es mir zumindest. Gerne erinnere ich mich dabei an all meine Teilnahmen am Luzerner Stadtlauf. Auch wenn diese schon einige Jahre zurückliegen, werde ich die Atmosphäre in der Luzerner Altstadt nie vergessen.

In Zürich ist es genauso. Nun kommt Mitte Dezember noch die wunderschöne Stimmung der Vorweihnachtszeit hinzu. Es besteht zwar durchaus das Risiko, dass es saukalt ist. Aber dafür gibt es Kleider. Viel schöner wiegen die Vorteile. Die Weihnachtsbeleuchtungen der Gebäude, Geschäfter und speziell der Bahnhofstrasse geleiten einen über die gesamte Strecke. Und die Schlachtenbummler am Streckenrand unterstützen eine jede Läuferin und einen jeden Läufer lautstark.

Los gehts! Mit Tramschienen und Nadelöhr

In meiner Kategorie (10 Kilometer) sind vier Runden zu absolvieren. Jeweils rund 2,5 Kilometer. Los geht es beim Hechtplatz der Limmat entlang bis zum Central. Im anfänglichen Gedränge darauf achtend, neben den Tramschienen zu laufen. Vor der Bahnhofbrücke am Central war ich bei meiner ersten Teilnahme 2015 total überrascht. Alles stand still. Stau! Schlimmer als auf dem Nordring. Es wird kurzfristig sehr eng und braucht etwas Geduld.

Danach läuft es wieder. Über die Brücke und wieder zurück über Bahnhofquai, Lindenstrasse und Rennweg bis zur Bahnhofstrasse. Via Münsterhof und -brücke läuft man automatisch auf der nächsten Runde. Rennweg und Münsterhof, aber auch die Bahnhofstrasse finde ich persönlich perfekt für die Zuschauerunterstützung. Das Ziel befindet sich auf der Fraumünsterstrasse.

Laufen in der Kälte

Die kalte Jahreszeit ist wohl nicht gerade die beliebteste Zeit zum Laufen. Es ist kalt und Tageslicht gibt es nur während den üblichen Arbeitszeiten. Dunkel am Morgen, dunkel am Abend. So macht Laufen keinen Spass und die Dunkelheit gebirgt auch Gefahren. Das können Gründe sein gegen das Laufen. Es sind jedoch noch lange keine Ausreden.

In Bewegung Greifensee Abendstimmung

Wunderschöne Abendstimmung am Greifensee anfang November.

Was tun, wenn man einfach keine Lust zum Laufen verspürt? Wenn es an der nötigen Motivation fehlt? Variante 1: auf das Sofa fläzen, Fernseher einschalten und bei Chips und Bier irgend einen Trash schauen. Variante 2: jetzt und hier weiterlesen und folgende Tipps und Anregungen zu Herzen nehmen.

  • Motivation
    Wenn ich in diesem Moment aus dem Fenster schaue, kribbelt es mich schon gewaltig. Meine Motivation ist da. Es herrscht schönstes Herbstwetter. Mit blauem Himmel, Sonnenschein und Bäume versehen mit Blättern in allen herbstlichen Farben. Klar, es ist kühl. Die Stimmung, die einen empfängt, wenn man trotzdem raus geht, ist aber unglaublich warm. Und ruhig. Einfach nur geniessen. Die Freude und Wärme, die man danach verspürt, wird für alles entschädigen.
  • Kälte
    Solange einem der Atem nicht gefriert, ist noch alles in Ordnung. Gegen Kälte kann und soll man sich gut anziehen. Zu meiner Hauptausstattung gehören dabei: lange Jogginghose, langes Oberteil, Joggingjacke, Mütze, Handschuhe.
    Wird es so richtig eiskalt, sollte das Training wohl nicht zu intensiv und lange sein. Dann bietet sich alternativ auch etwas Bewegung in der Wärme an. Aber wie oft wird es bei uns tatsächlich so kalt?
    Wichtig ist es, nach dem Laufen nicht zu lange mit den verschwitzten Kleidern in der Kälte zu bleiben. Also raschmöglichst an die Wärme, duschen und umziehen.
  • Dunkelheit
    Zugegeben, Laufen in der Dunkelheit macht mir auch nicht viel Spass. Wenn ich jedoch in der Dämmerung loslaufe, kommt die Dunkelheit zurzeit sehr schnell. Deshalb habe ich in dieser Jahreszeit immer eine Stirnlampe mit dabei und trage grundsätzlich reflektierende Kleidung/Laufweste. So wird man gesehen und verfügt über eine einigermassen anständige Ausleuchtung.
    Ich vermeide es jedoch so gut wie möglich zu dunklen Zeiten auf Natur- und Waldwegen zu laufen. Es ist trotz Stirnlampe schwierig, den unebenen Untergrund abzuschätzen und das Verletzungsrisiko erhöht sich so stark. Den Fuss hat man sich schnell vertreten. Die Genesung dauert bekanntlich um Faktoren länger. Dieses Risiko muss nicht sein.
  • Intensität reduzieren – Vergnügen in den Vordergrund stellen
    Wenn es einen in der kalten Jahreszeit schon zusätzliche Überwindung kostet, nach draussen zu gehen, um Sport zu treiben, so soll man diese Stunden explizit geniessen dürfen. Also seid nicht allzu ehrgeizig, reduziert die Intensität (wenn ihr wollt) und geniesst die Bewegung in der Natur. Seid stolz auf eure Leistung, egal wie lange ihr nun unterwegs wart.
  • Ziel setzen – jetzt für den Zürcher Silvesterlauf anmelden!
    Oder natürlich für einen alternativen Lauf in deiner Region. Es gibt auch im Winter schöne und lässige Laufveranstaltungen.

Drei Wochen – die Zeit läuft

Also nichts wie los. Meldet euch noch heute an für den 40. Zürcher Silvesterlauf vom Sonntag, 11. Dezember 2016. Es bleibt euch noch genügend Zeit für ein paar Vorbereitungsläufe. An der Motivation sollte es jetzt nicht mehr fehlen. Lauft die 10 Kilometer alleine, startet mit euren Kindern über 1,5 Kilometer oder meldet euch einfach mit eurer Partnerin oder eurem Partner an und teilt euch die 6,3 Kilometer in der Kategorie Sie und Er.

Pfaffhausen über dem Nebel

Erwachen bei schönstem Herbstwetter über dem Nebel. Aufgenommen heute Sonntag, 20. November 2016 in Pfaffhausen, mit Blick auf den Greifensee (in der Nebelsuppe) und den Säntis (rechts).

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