Härdöpfelschtock met eme Seeli

Herrlich! Eine zünftige Portion Kartoffelstock. Mittendrin mit dem Schöpfer einen Krater reindrücken. Und dann die Sauce reinlaufen lassen. Und fertig ist der See. Beim Essen dann immer schön Stock mit der Sauce zusammen auf die Gabel und mit dieser immer mehr am Kartoffelstockdeich rumdrücken, damit die Sauce immer mehr rausläuft. Da läuft einem prompt das Wasser im Munde zusammen, wenn man daran denkt. Und mit dabei die Fleischvögel. Die dürfen auf gar keinen Fall fehlen.

Der Genuss fängt bei der Speisekarte an

Genau das und noch viel mehr, wird dem Gast im Wirtshaus Taube in der Stadt Luzern serviert. Nun, in der Taube fühlt man sich bereits bei der Lektüre der Speisekarte wie daheim. Diese gehört für mich zu den besten überhaupt. Nicht unbedingt wegen den Menus, die man daraus bestellen kann. Natürlich auch, aber vielmehr wegen der Art und Weise. Sie ist zwar auffallend einfach gehalten, ohne viel Schnörkel, aber die Speisen werden einem in schönstem Schweizerdeutsch präsentiert – so wie Frau und Herr Luzerner halt frisch von der Leber reden.

Und ja, Leber gibts auch: „Chalbsläberli im Botter brote, met sotierte Öpfelschnetsli, Chrütli ond ere Röschti“. Oder für die Salatigen gibt es da den „Fuettertrog“ in diversen Varianten. Oder doch was heimisches? Da wären dann die „Original Lozärner Chögalipaschtetli“. Oder für die ganz Hungrigen gibts „E riese Schweinerei, gföllt met Schenke ond rassigem Bärgchäs (420g), dezue ged’s frittierti Härdöpfel“. Oder natürlich stets zu empfehlen, die eingangs erwähnten „Neuschtadt–Fleischvögel und Härdöpfelschtock met eme Seeli“.

Wer danach noch Hunger verspürt, der soll doch einfach mal das „Willisauerringli–Parfait met lauwarme Waldbeeri“ probieren. Wem das nicht schmeckt, ist selber schuld.

Nun ist ja das Luzerndeutsche ein wunderbarer Dialekt, aber ich verstehe durchaus, wenn uns nicht alle verstehen. Ob „können“ oder „wollen“ lassen wir mal dahingestellt. Ich denke, das wär dann ein Thema für einen weiteren Artikel. Wie auch immer, die Speisekarte beinhaltet selbstverständlich alles auch in Deutsch und Englisch.

Chender-Garettli für Kinder

Auch die Kleinsten dürfen wählen. Und zwar für einmal nicht nur zwischen Chicken Nuggets mit Pommes oder Schnitzel mit Pommes. Der Kinderteil der Karte besteht zwar nur aus einem Satz, dieser hat es dafür in sich. „Du chasch wähle, was d’Chochi vo de Charte sell zaubere ond denn chond’s secher bald“. Schon fast wie zu Hause, oder?

Immer sehr freundlicher Service

Ebenso wichtig wie die Zutaten auf dem Teller und der Geschmack des Weines im Glas ist bei einem gemütlichen Essen im Restaurant der Service. In der Taube wurde ich bisher immer überaus freundlich und aufmerksam bedient. Zusätzlich positiv aufgefallen ist, dass das Personal über längere Zeit konstant bleibt. Das zeugt für mich jeweils von einem guten Klima im Restaurant und wirkt sich auch im positiven Sinne auf den Service und die Küche aus.

Wirtshaus Taube Luzern

Bild/Quelle: Wirtshaus Taube Luzern

An der Reuss beim Nadelwehr

Das Wirtshaus Taube liegt an der Ecke Burgerstrasse und Reusssteg in der Stadt Luzern. Der Innenbereich ist eher rustikal und die Tische befinden sich unter Gewölben in verschiedenen Nischen. Der Aussenbereich liegt direkt an der Reuss beim Nadelwehr und lädt in den warmen Zeiten des Jahres zum gemütlichen Verweilen ein.

In diesem Sinne „wönsch ech en rächt en Guete ond rüüdig vöu Spass, ob met oder ohni Seeli“.

Wirtshaus Taube Luzern – Rüüdigi Spezialitäten, Burgerstrasse 3, CH-6003 Luzern. In 8 Minuten zu Fuss vom Bahnhof Luzern, einfach der Reuss in flussrichtung folgen.

 

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