In Bewegung: Laufen im Januar – bei Schnee, Nebel und Kälte

Was ist das doch für ein Winter. In den Bergen liegt teils soviel Schnee wie schon lange nicht mehr und selbst bei uns im Garten auf 600 Meter über Meer erfreuen wir uns nun schon seit längerem über ein regelmässiges Weiss.

Perfekt für viel Spass auf der Ski- und Schlittelpiste. Weniger für Outdoorsportler wie Läufer wie mich. Könnte man denken, ist aber nicht so. Zum Laufen gibt es nämlich (fast) keine Ausrede. Im Gegenteil. Die wunderschöne Winterstimmung lädt definitiv ein für eine erlebnisreiche Laufrunde. Einzig Routenwahl und Tempo müssen ab und zu ein wenig angepasst werden. Aber lest selbst, wie aktiv mein Laufjanuar war.

Das prächtige Weiss des Winters

Aktuell zeigt sich der Winter verbreitet von seiner schönsten, sprich weissen, Seite. Regelmässig schneit es bis in die Niederungen und bringt hier einige Autofahrer in eine gewisse Nervosität. Speziell jene, welche selbst im Februar noch mit den Sommerpneus unterwegs sind. Oder kann man jetzt bereits sagen, welche SCHON mit den Sommerpneus umherfahren?

Egal, der Schnee gehört einfach zum Winter und so mag ich es, wenn es in den Wintermonaten so richtig toll schneit. Dann räume ich frühmorgens noch so gerne unsere etwas steile Garagenzufahrt, um zur Arbeit zu fahren. Schneemann bauen im Garten, mit Schlitten und Bob den Hang hinab sausen oder auf den Skiern die Pisten unsicher machen. Es ist einfach wunderbar, was man im prächtigen Weiss alles erleben kann.

Klar kommen mit dem vielen Schnee auch grosse Gefahren, mit welchen man umgehen muss. So gab es in den letzten Wochen zu viele Meldungen über Verletzte und Tote aufgrund von Lawinen. Doch wer ist schuld, wenn Leute abseits der Piste von einer Lawine erfasst werden, während der Lawinenbericht Gefahrenstufe 4 oder gar die Höchststufe 5 kommuniziert? Und trotzdem riskieren bei solchen Unglücken immer wieder unzählige Rettungskräfte ihr eigenes Leben, um andere zu retten. Diesen Leuten gehört mal ein riesiges Dankeschön.

Den Winter draussen geniessen

Zurück im Flachland sind Lawinen kein Thema. Es sind mehr die schneebedeckten Strassen und Wege, welche rutschig werden. So gilt es auch bei Aktivitäten im Freien, eine gewisse Vorsicht walten zu lassen. Aber trotzdem, auf das Laufen – und viele andere Aktivitäten – muss nicht verzichtet werden. Es ist selten so ruhig im Wald, wie wenn es schneit und die Wege schneebedeckt sind. Ein traumhaftes Gefühl der Ruhe überkommt einen, wenn man so durch die Wälder laufen kann.

Aber ja, es wird nicht weniger anstrengend. Im tiefen Neuschnee zu laufen braucht viel Energie und ist er hartgedrückt wird es meist rutschig. Deshalb sollte man sein Tempo unbedingt den Verhältnissen anpassen und gewisse Passagen seiner liebsten Laufrunde eventuell gar weglassen. So weiche ich beispielsweise entlang dem Greifensee bei einigen Wegstücken vermehrt auf den Radweg aus oder meide auf meiner Mittagsrunde die Trampelpfade, welche meist relativ schnell matschig und somit sehr anstrengend werden. Sind die Wege jedoch einfach schneebedeckt und einigermassen eben, so liebe ich es ganz besonders.

So hatte der Januar lauftechnisch ziemlich alles zu bieten, ausser vielleicht zu grosse Hitze. Schnee, Regen, Nebel, Wind, Sonnenschein, Kälte – bei meinen zehn Läufen des Januars findet man praktisch jede Wettermöglichkeit. Rund 120 Kilometer ergaben sich so in einem Monat, in welchem viele Laufschuhe ihre Zeit ganz bewusst im Schuhschrank verbringen. Nicht so meine beiden Paare. Sie erfreuen sich über regelmässigen Auslauf.

Das ganze Jahr und bei jedem Wetter

Also, egal ob es schneit und die Wege schneebedeckt sind, es regnet und wir über Pfützen hüpfen müssen oder ob wir durch den Nebel laufen und es überhaupt keine Weitsicht gibt – Laufen macht bei jedem Wetter grossen Spass. Wir müssen uns erst einmal im Kopf richtig darauf einstellen, uns dem Wetter entsprechend anziehen und die Laufroute entsprechend wählen. So bleibt dem grossen Ganzjahresspass im Freien nichts mehr im Wege.

P.S.: auch ich freue mich auf den Frühling und die wärmeren Temperaturen – aber vorerst geniesse ich den Winter, welcher zurzeit mal wieder seinem Namen gerecht wird.

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