In Bewegung: Beschwerdefrei mit dem Darm mit Charme

Morgentoilette schon erledigt? Ist euer Magen schön ruhig und zufrieden? Dann kann es ja losgehen mit dem heutigen Sch…-Tema. Naja, alles halb so schlimm. Ich laufe nämlich mittlerweile viel entspannter und ohne grössere verdauungstechnische Probleme. Was zu dieser Verbesserung beigetragen hat, erfahrt ihr, wenn ihr weiterlest.

Eines verrate ich aber bereits jetzt. Es geht alles viel leichter mit einem Darm mit Charme. Ihr müsst jetzt keinen neuen Darm anschaffen – den haben selbst die Chinesen noch nicht im Online-Handel. Es geht um das Buch Darm mit Charme von Giulia Enders. Ich habe es gelesen und verstehe jetzt so einiges viel besser.

In den vergangenen ein bis zwei Jahren hatte ich ja öfters mal so meine liebe Mühe mit der Verdauung. Ganz speziell beim Laufen. Spätestens nach 20 bis 30 Minuten wurde jeweils eine Toilette dringendst notwendig. Echt mühsam. Lange wusste ich nicht, weshalb das plötzlich immer wieder passierte. Nun gut, das weiss ich auch heute noch nicht. Aber trotzdem gibt es einige Punkte, von denen ich überzeugt bin, dass sie zu einer Besserung beigetragen haben. Denn eines klar: es ist besser. Viel besser.

Weniger Kaffee

Punkt eins ist eine reine Kopfsache. Mein Kaffeekonsum war ganz einfach sehr hoch. Vom frühen Morgen bis zum späten Abend konnte ich Kaffee trinken. Einfach, weil ich die schwarze Brühe, welche aus den Kapseln tropft, mag. Ich hatte aber schon öfters das Gefühl, dass mein Magen darauf nicht immer mit Wohlwollen reagiert. So hatte ich den Vorsatz, etwas weniger Kaffee zu trinken, schon lange. Nur, „ich sollte“ ist nicht ganz das gleiche wie „ich tue es“.

Also, nach langer Ansage, habe ich es nun endlich getan. Ich achte strikte darauf, speziell am Nachmittag sehr wenig bis keinen Kaffee mehr zu trinken. Auch abends gibt es höchstens noch einen nach dem Nachtessen und dann ist fertig damit. Morgens geniesse ich jedoch schon noch gerne zwei bis drei Tassen. Der Konsum über den Tag verteilt ist aber ganz stark zurückgegangen – und das ist gut so.

Allgemein gesündere Ernährung

Zu Hause kochen wir, wenn immer möglich, selbst. Das war schon immer so, hat aber natürlich seine Höhen und Tiefen. Grundsätzlich behaupte ich, ernähren wir uns durchaus sehr gesund. Beim Mittagessen lag die Sache schon etwas anders. Mein vorheriger Arbeitsort (bis Ende Mai 2017) war umgeben von Fast-Food-Ketten und eine Mitarbeiter-Kantine suchte man vergebens. Also ging es zwar meist in den nahen Supermarkt, aber in der Summe auch ziemlich oft in McDonalds, Subway, Burger King und zum Kebab Stand. Nicht zu vergessen den Pizza-Friday.

Als wäre das nicht genug, gab es zwischendurch immer mal wieder einen Schokoriegel oder sonst was süsses und nicht gerade als gesund geltendes. Auch nicht wirklich optimal. Wenn ich dann abends noch etwas Zweifel (die besten Chips überhaupt) vom Kiosk mitnahm und selbstverständlich noch ein Eis genoss, überschwang dies das tägliche Budget an Ernährungswerten schon deutlich. Das kann ich auch sagen, ohne exakte Zahlen zu kennen.

Also, einhergehend mit dem Stellenwechsel per Anfang Juni geht es definitiv gesünder zu und her. Weniger Süsses zwischendurch, eine „normale“ Mahlzeit am Mittag in der Kantine und abends kochen wir ebenfalls meist selbst. So passt es doch einfach viel besser.

Generell zufriedener und entspannter

Ja, dieser Punkt ist irgendwo ein Überbegriff über alles. Ich bin wieder viel entspannter und zufriedener, als ich dies die letzten ein bis zwei Jahre war. Die Gründe sind hier nicht weiter wichtig, was zählt ist das hier und jetzt. Und da stimmt es für mich.

Also, mit etwas Gelassenheit geht vieles einfacher. Auch das Laufen. Im Gegenzug hilft mir das Laufen enorm, so zufrieden zu sein, wie ich eben bin. Aber das ist nun mal nicht alles. Es gehört so vieles dazu. In diesem Jahr hat mein neuer Job sehr viel dazu beigetragen. Aber am allerwichtigsten ist meine tolle Familie. Meine Frau und unser kleiner Sohn, welcher auch immer grösser wird.

Darm mit Charme

Ist man als Mensch zufriedener, so geht es auch dem Darm besser. Und das ist für unsere Zufriedenheit in der Umkehr äusserst wichtig. Wie geht es uns wohl, wenn der Darm mal streikt? Besch… Genau. Nun, ein Buch über den Darm zu lesen, ist ja auch nicht gerade verlockend. Der soll doch bitte einfach funktionieren und gut ist. Und dann soll dieses wichtige Körperteil bestehend aus Dünn-, Dick- und Blinddarm respektive Wurmfortsatz auch noch Charme haben? Gehts noch?

Liebe Leser, es wird Zeit, dass wir uns mit dem Eingemachten beschäftigen. Schnallen Sie Ihre Hosenträger enger, geben Sie der Brille den letzten Stups hoch auf die Nase, und trinken Sie einen gewagten Schluck Tee! Mit sicherem Abstand nähern wir uns einem mysteriösen Häufchen.

Aber ja doch. Die Lektüre von Darm mit Charme lohnt sich durchaus. Man lernt so einiges über den Darm selbst, aber auch wie man am besten damit umgeht. Wie hockt (nicht sitzt) man am darmgerechtesten auf dem Klo? Wozu ist der Wurmfortsatz gut, den ich ja selbst seit kurzem nicht mehr mein Eigen nennen darf. Und noch vieles mehr. Man erfährt, was abgeht, zwischen dem ersten Bissen bis zum abschliessenden Runterspülen im Klo.

Wer jetzt ein ärztlich kompliziertes Fachbuch für Laien erwartet, so darf ich euch beruhigen. Das Buch ist äussert flüssig geschrieben und leicht zu lesen. Keine unnötigen Fachbegriffe, wo sie nicht nötig sind. Keine Abschweifungen in Sphären, welche nicht einmal mehr allen Ärzten bekannt sind. Geschrieben für uns Normalbürger und befüllt mit vielen nützlichen Tipps für den Alltag.

Darm mit Charme Giulia Enders
Sitzt ihr noch oder hockt ihr schon?

Also, wer schon immer mal wissen wollte, was mit der oben eingeführten Nahrung so alles passiert, bis sie etwas weiter unten wieder rauskommt, der sollte sich das Buch von Giulia Enders unbedingt besorgen. Ihr werdet es nicht bereuen. Der Darm funktioniert danach noch genau gleich, einfach mit etwas mehr Charme.

Giulia Enders – die Frau mit Charme

Die Medizin-Studentin und Autorin Giulia Enders wurde 1990 in Mannheim geboren und forscht zurzeit für ihre Doktorarbeit am Institut für Mikrobiologie und Krankenhaushygiene in Frankfurt am Main. 2012 gewann sie mit ihrem Vortrag Darm mit Charme den ersten Preis beim Science-Slam in Freiburg, Berlin und Karlsruhe.

Dieser Vortrag wurde in der Folge gar zu einem YouTube-Hit. Daraus entstand das gleichnamige Buch, welches 2014 in Deutschland mit über einer Million verkaufter Exemplare das meistverkaufte Hardcover-Sachbuch war.

Ich kann keine Wundermittel verkaufen, und auch ein gesunder Darm wird nicht jede Krankheit heilen. Was ich allerdings kann, ist, in charmantem Ton erklären, wie es so läuft im Darm, was die Forschung Neues bietet und wie wir mit diesem Wissen unseren Alltag besser machen können.

Giulia Enders: Darm mit Charme. Alles über ein unterschätztes Organ. Ullstein, 2014.

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