Alles nur eine Phase

Eine Woche ist es her, als ich den Titel dieses Beitrages niederschrieb. Dazu die Ideen für den Inhalt. Ausschlaggebend war die wiederholte Aussage meiner lieben Schwägerin: “Es ist alles nur eine Phase”. Ergänzt mit dem Zusatz: “Und wenn sie vorbei ist, kommt die nächste”. Wie wahr!

Und nun, dieses Wochenende, schaut sich meine liebe Frau lachend und erheitert ein Video auf Facebook an. Titel des viralen Hits? “Alles nur e Phase”. Zufälle gibts! Sam National hat einen tollen und ach so wahren Song dazu geschrieben. Dieser wurde im Nu ein Hit in den sozialen Medien. Bereits über 300’000 Aufrufe des Videos auf Facebook (yeswesam), mehr als 3’000 mal geteilt. Knapp 1’000 Kommentare. Und über 100’000 Klicks auf YouTube.

Ich lade euch jetzt ein, meine Gedanken zu den Phasen der Kinder und des Lebens zu lesen und anschliessend direkt das Video von Sam National zu sehen und hören. Genuss in zwei Phasen!

Das ganze Leben besteht aus Phasen. Grob betrachtet ist unsere erste Phase im Bauch der Mutter, gefolgt von der süssen Babyphase. Dann werden wir zum Kinde, zum Teenager und irgendwann auch mal erwachsen. Die meisten zumindest. Wir werden älter. Das Erwachsenenleben teilt sich wieder in mehrere Phasen auf bis wir in der Phase der Spätrentner landen und auf den ewigen Frieden neben der Dorfkirche warten.

An alle Eltern,
…die sich am Freitag aufs Wochenende und ab Samstagmittag auf den Montag freuen.

Vom süssen Baby bis zum pubertierenden Teenager

Am intensivsten wahr nehmen wir alle aber bestimmt die Phasen unserer Kinder. Von Klein bis Gross. Von Süss bis Nervig. Ihre Phasen wechseln manchmal sehr schnell und meistens befinden wir uns gleich in mehreren gleichzeitig.

Seinen Anfang nimmt alles mit der süssen Babyphase. Beim ersten Kind ist das auch für die Eltern ein total neues Erlebnis. Niemand kann einen auf diese wunderschönen Gefühle vorbereiten. Es überwältigt einen. Schlaflose Nächte können normal werden, stören in den ersten Wochen jedoch überhaupt nicht. Das wird noch anders werden. Auf die zweiwöchige Phase im Kinderspital vier Wochen nach der Geburt, hätten wir zwar sehr gerne verzichtet. Aber doch gehörte sie nun mal dazu.

Die Kleinen entwickeln sich schnell – und damit auch ihre Phasen. Im Auto sind die Phasen erkennbar an den sich ändernden Kindersitzen. Bei uns aktuell ist der Kindersitz. Im “kleinen” Auto schaut er nach vorne, im “grossen” Auto haben wir einen Reboarder, wo er aktuell noch rückwärts mitfährt.

An alle Eltern,
…die extra viel trinken, damit sie auf dem WC ihre SMS fertig schreiben können.

Ohne Auto steht eine längere Zeit der Kinderwagen im Einsatz. Zu Beginn mit der Wanne, später sitzend und abschliessend kommt noch ein handlicher(er) Buggy. Auch das Tragetuch oder eine Trage ist sehr zu empfehlen. Aber bitte achtet darauf, dass das Kind bequem an euch anliegt. Es gibt die unterschiedlichsten Modelle, jedoch nicht in allen scheint es für ein Baby angenehm zu sein. Wir selbst waren mit unserem Buzzidil sehr gut zufrieden. Unser Kleiner fühlte sich stets sehr wohl und wir konnten ihn vorne an der Brust und später auch auf dem Rücken tragen.

Aber auch die Mobilität des Kindes selbst entwickelt sich in rasanten Schritten. In der Anfangsphase bleibt das Baby noch an Ort und Stelle. Schon bald fängt jedoch das Krabbeln an. Irgendwann kann es sich aufziehen und urplötzlich rennt einem das Kind auf seinen zwei wackeligen Beinen davon. Spätestens dann – allerspätestens – ist in der Wohnung nichts mehr sicher.

Soweit die Phasen der Fortbewegung. So mancher anderen Phase sehnen sich die meisten Eltern dem Ende entgegen. Die Zeit der Windeln und des Wickelns gehört noch zu den harmlosen Dingen. Wohl oder übel wird auch die Trotzphase eintreten. Oder Autonomiephase Teil 1, wie das ja heute korrekterweise heisst. Und irgendwann, wenn man das Gefühl hat, aus dem schlimmsten raus zu sein, kommt garantiert die Pubertät. Aber bis dahin geht es bei uns noch einige Jahre.

Welche Phase kommt als nächstes?

Wir befinden uns aktuell in der Trotzphase, auch wenn diese schlimmer sein könnte. Aber wenn unser kleiner Sohnemann Feuerwehrmann Sam schauen will, dann will er das auch tun. Dann will er ganz sicher nicht am Esstisch mit uns essen. Naja, geht ja auch gar nicht. Wär ja noch, wenn die Eltern sagen, wo es lang geht. Oder all die nervigen Autos, Hubschrauber und Pferde im nahegelegenen Einkaufszentrum. Da muss er einfach drauf. Und zwar auf alle. Ihr wollt wissen, was ich meine? Dann lest hier meinen Beitrag dazu. Oder Windeln wechseln. Ich meine, gehts noch? Wieso soll man die Windeln wechseln, wenn sie voll sind? Total verständlich.

Verschiedene Phasen machen die Kinder – und somit auch die Eltern – beim Schlafen durch. Solange sie nicht durchschlafen. Wir haben das Glück, dass unser Sohn schon relativ früh mehrheitlich gut geschlafen hat. Aber doch hat dies immer mal wieder gewechselt. Vorallem das Einschlafen macht ihm – und eben dann auch uns – desöftern einige Mühe. Dafür kommt er des Nachts oder frühen Morgens nun immer zu uns ins Elternbett und schläft dann einfach weiter. Klingt für die einen vielleicht störend. Aber aktuell ist es einfach nur herzig.

An alle Eltern,
…die sich am Morgen eine Liste machen, was alles zu erledigen wäre und sich am Mittag entscheiden, am nächsten Tag damit fortzufahren.

Auch diese Phase wird wieder vorbeigehen. Aber was kommt als nächstes? Das können wir (zum Glück) nicht sagen. Wir können auch nicht bestimmte Phasen abhaken. Schläft das Kind durch, kann nicht die Phase der gestörten Nächte als abgeschlossen betrachtet werden. Meistens kommt sie wieder, meistens in etwas anderer Form. Da müssen wir einfach alle durch. Sowohl die Eltern wie auch das Kind.

Also, nerven wir uns nicht allzu sehr ab den weniger tollen Phasen und freuen uns dafür umso mehr über die schönen, herzigen und lustigen Phasen unserer Kinder. Sie werden viel zu schnell gross und erwachsen.

Unterhaltsamer Phasen-Song von Sam National

Zurzeit macht ein Hit von Sam National die Runde in den sozialen Netzwerken: “Alles nur e Phase”. Sein Song ist der Welt der Eltern gewidmet. Er ist jedoch für alle andern ganz genauso unterhaltsam. Der Text ist spitzenklasse und das Video unschlagbar. Auch wenn mir die Kinder im Video teils direkt leid tun ich die ein oder andere Szene unserem Kleinen auf keinen Fall wünsche. Aber trotzdem, es ist der Hammer.

Sam National singt mir persönlich aus der Seele. Nicht immer, aber doch sehr oft. Da liegt ein Kind quer im Ehebett, “nochem Aua” wird noch geblasen, er singt vom Grübeln in der Nase, vom falschen Nuggi und den falschen Schuhen. Ja, Haare waschen ist sowieso blöd und es ist alles einfach nur ein riesen Drama wegen nichts. Und natürlich kennen alle Eltern den Moment, wenn man in der Migros hinter seinem Kind nachrennt.

Tief einschnaufen … ausschnaufen. Denn denkt daran:

S isch alles nur e Phase
und es git nur eis wo du chasch sicher sii,
S isch nur e Phase
und die Phase gat verbi.

Inspiriert für diesen Song wurde der Musiker und Sekundarlehrer Sammy Frey von einem Artikel von Jeanette Kuster auf dem MamaBlog vom TagesAnzeiger (erschienen im September 2016). So schnell geht es und schon ist ein Hit Tatsache mit Situationen, welche wir Eltern tagtäglich erleben. Manchmal erleben dürfen. Viele male aber auch erleben müssen. Wie Sammy Frey die Entstehung des Songs sieht, könnt ihr erneut auf dem MamaBlog (“Alles nur e Phase”) nachlesen.

Und jetzt das allerwichtigste, das Video vom Song!

… und hier geht es zu Sam National auf Facebook: yeswesam. Da und auf der Homepage von Sam National gibt es noch viel mehr sehens- und hörenswertes.

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